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Sonett

Tief in des Meeres Schoß, am Flutengrunde
umspült von bunten Fischen und Korallen
da ruht, die morschen Planken halb zerfallen,
ein Geisterschiff seit längst vergess’ner Stunde.       

Nun liegt es algenschwer im Grottenschlunde
wo grüner Tang und Moos den Mast umwallen
bewohnt von Muscheln nur, vom Krebs und Quallen 
gibt niemand mehr von seinem Schicksal Kunde.   

Der Krake haust in moosigter Kajüte
wo modrige Gerippe greulich bleichen 
und schlingt um Goldescudos die Tentakel. 
 
Verkrustet von des Muschelkalkes Blüte,
Gespenstern die Kanonenrohre gleichen
und lispeln leis’ ein stygisches Orakel!



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